AgilitätDas Konzept der Agilität wurde in den 1950er Jahren erstmals für Organisationen verwendet. Das Konzept von Talcott Parsons beschreibt vier Funktionen, die ein System erfüllen muss, um seine Existenz zu erhalten:

  • Adaption: Auf veränderte äußere Bedingungen reagieren
  • Goal Attainment: Also Ziele zu definieren und verfolgen
  • Integration: Zusammenhalt und Inklusion herstellen und abzusichern
  • Latency: Grundlegende Strukturen und Wertemuster aufrechterhalten

Aus diesen vier Anfangsbuchstaben ergibt sich das Wort AGIL.

Weniger wissenschaftlich ausgedrückt beschreibt Agilität die Fähigkeit von Organisationen rasch auf ihr verändertes Umfeld zu reagieren.

Agilität wird als höchste Form der Anpassungsfähigkeit einer Organisation verstanden. Agile Unternehmen haben die Fähigkeit nahende Veränderungen rechtzeitig zu antizipieren und rasch darauf zu reagieren. So schaffen es agile Organisationen dem Mitbewerb immer ein wenig voraus zu sein. Agile Organisationen reagieren aber nicht nur auf äußere Einflüsse, sondern lernen auch ständig von den Mitarbeitern, Kunden und entwickeln auch selbst ständig Neuerungen. Agilität wird damit zu einem wichtigen Faktor des Erhaltes der Wettbewerbsfähigkeit und Überleben einer Organisation.

Prozesse

Prozesse sind in Unternehmen notwendig um die Koordination der Abläufe zu gewährleisten. Je mehr Arbeitsschritte und je mehr Mitarbeiter betroffen sind, umso komplexer wird die Koordination der Arbeitsschritte im Unternehmen.

Es geht bei der digitalen Transformation nicht darum die vorhandenen Prozesse 1:1 in einen digitalen Prozess überzuführen. Vielmehr geht es darum sich (gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern) zu überlegen, wie ein Prozess optimalerweise aussehen sollte und diesen dann (mittels technischer Unterstützung) optimal zu implementieren.

In diesem Zusammenhang denken Sie immer an das Zitat von Thorsten Dirks, dem ehemaligen CEO der Telefónica Deutschland AG:

 „Wenn sie einen scheiß Prozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Beim Re-Design der Prozesse ist also auf zwei Dinge zu achten:

  1. Die Prozesse müssen die Verbesserung der Kundenerfahrung im Auge haben
  2. Die Prozesse müssen leicht auf veränderte Anforderungen angepasst werden können.

Wissen

Wie wollen Sie auf Kundenanforderungen bestmöglich reagieren, wenn Sie ihre Kunden nicht kennen, nicht genügend Informationen über sie haben?

Wie wollen Sie in unserer äußerst schnelllebigen Zeit Geschäftsentscheidungen treffen, wenn ihnen die notwendigen Informationen nicht rasch und einfach zur Verfügung stehen?

Tim Höttges – der ehemalige CEO der deutschen Telekom sagte:

“Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts“

Daten sind nach wie vor, oft in Silos gespeichert und diese Daten stehen nicht – oder nicht ausreichend einfach zur Verfügung.

Eine weitere Herausforderung ist, dass Unternehmen Daten, die sie bekommen nicht – oder nicht strukturiert speichern. Wenn beispielsweise ein Kunde einem Außendienstmitarbeiter Feedback gibt, wird das Unternehmen je davon erfahren? Wird diese Information gespeichert, sodass sie auch wieder abfragbar ist?

Wenn die Daten gespeichert und aufgezeichnet werden, gehen viele Unternehmen in einer schier unüberschaubaren Menge an Daten unter und können sie nicht in Informationen umwandeln.

90 % der Daten der Menschheit sind allein in den vergangenen 2 Jahren generiert worden. Das Wachstum ist exponentiell. Neue Technologien wie Internet of Things (IoT) und Sensoren tragen zu diesem Wachstum bei. 2018 generieren beispielsweise IoT Geräte bereits mehr Daten als traditionelle Unternehmensdaten produziert werden.

Die wichtigste Aufgabe ist es also diese schiere Unmenge an Daten möglichst Rasch mit modernen Methoden zu Wissen zu machen, damit die Organisation auf dieses Wissen zurückgreifen kann.

Ich stehe Ihnen gerne für Fragen und weitere Gespräche zur Verfügung:

Ing. Alfons Parovszky, MSc.
Managing Partner Agility & Culture
e-Mail: alfonsp@digisociety.consulting
Mobil: +43 699 1997 13 81